Künstler/Band: U2
Gruppenbild
U2 sind Bono Vox (Paul Hewson, geb. 10.05.1960, Dublin, Irland), The Edge (David Evans, geb. 08.08.1961), Adam Clayton (geb. 13.03.1960) und Larry Mullen jr. (geb. 31.10.1961, Dublin, Irland). 1976 wird in Dublin, mit Dick Evans die Schulband "Feedback" gegründet. 1977 taufen sie sich in "Hype" um. Im März 1978 treten sie bei einem Talentwettbewerb erstmals als U2 auf. Es folgen Tourneen im Vorprogramm der "Stranglers". Im Sommer 1979 veröffentlicht die Band ihre EP "U 2:3". 1980 holt Chris Blackwell die Band zu Island Records. Steve Lillywhite (Peter Gabriel "Games Without Frontiers", XTC "Making Plans For Nigel") produziert im selben Jahr das Albumdebüt von U2. Im Mittelpunkt der euphorisch-melancholischen Songs steht fast immer die hymnische Stimme Bonos. Anfangs spielen U2 noch bis zu 200 Konzerte pro Jahr. Den weltweiten Durchbruch schaffen sie 1983 mit der LP "War". Seitdem zählen sie zu den unumstrittenen Supergruppen mit Millionenumsätzen und werden somit der erfolgreichste Exportartikel Irlands. 1987 erhalten sie ihren ersten Grammy für das Album "The Joshua Tree", für viele wohl das beste U2 Album, genial produziert von Brian Eno und Daniel Lanois. Auffälligstes Merkmal: bis heute erhalten die Musiker sich ihre Unabhängigkeit und damit ihre Innovationsfähigkeit. 1990, z.B., experimentieren U2 beim in Berlin aufgenommenen Album "Achtung Baby" mit Techno- und Dance-Sounds oder zitieren 1993 bei "Zooropa" Psychodelic, Glamrock und Country. 1995 gründen sie gemeinsam mit Brian Eno das Projekt "Passengers". Eno ist es auch, der mit Daniel Lanois zusammen das Album "All That You Can't Leave Behind" (2000) produziert. Im Februar 2002 werden U2 in Los Angeles mit vier Grammies ausgezeichnet. Am 22. November 2004 erscheint das neue Album, "How To Dismantle An Atomic Bomb", das musikalisch gesehen eher wieder Ecken und Kanten zu bieten hat. Mit dabei auch Steve Lillywhite, der schon das erste Album "Boy" betreute. 2009 erschien ihr neues Album: No Line on the Horizon.
 
 
CD-Kritik/Tipp: No Line on the horizon
U2 CD-Slideshow
Wasser so weit das Auge reicht und am Horizont lediglich die zarte Andeutung einer Wolkenbank: Das zeigt die Schwarzweiß-Fotografie des japanischen Fotokünstlers Hiroshi Sugimoto auf dem Cover des neuen Albums von U2. No Line Behind The Horizon lautet der Titel, dessen rätselhafte Zweideutigkeit man leicht überlesen könnte, in Anbetracht der geheimnisvollen Faszination, die von der ruhigen Wasserfläche ausgeht, übrigens der Bodensee. Doch wie steht es mit den 11 neuen Songs, auf die Fans vier Jahre lang seit Erscheinen des letzten U2-Studioalbums How To Dismantle An Atomic Bomb warten mussten? Wie beim letzten Mal sind Brian Eno und Daniel Lanois mit von der Partie. Einst als Interpreten ihrer eigenen Projekte gefeierte Vorbild für Musikergenerationen, prägten sie später auch als Produzenten maßgeblich das musikalische Erscheinungsbild von Bands und Künstlern wie Coldplay, Bob Dylan und eben auch U2. Wenige Takte des Openers “No Line Behind The Horizon“ genügen, um sich von dieser Qualität zu überzeugen. Spätestens bei Bonos charakteristischem Oh oh oh, oh, oh, oh, oh-Gesang in der vierten Songzeile darf sich der U2-Hörer wieder vollend zurück daheim fühlen. Die musikalischen Wurzeln dieses Album liegen zweifellos in The Joshua Tree von 1987 und dem Album Original Soundtracks I, entstanden 1995 unter der Ägide Brian Enos und dem Bandnamen Passengers. An letztere Scheibe kann vor allem der Song “Moment Of Surrender“ anknüpfen, aufgrund seines ambienthaften Schwebens des fahlen Orgelsounds und einem mehr als laszivem Schlagzeugs. No Line Behind The Horizon liefert ein gigantisches Déjà-Vu. Irgendwo hat man das alles schon einmal gehört. Doch wo nur? “Unknown Caller“ etwa trägt Gitarrensounds in sich, die stark an Brian Enos legendäre Alben Music For Films oder Apollo erinnern, auf dem übrigens seinerzeit neben Roger und Brian Eno auch Daniel Lanois mitspielte. No Line Behind The Horizon bietet tatsächlich nichts wirklich Neues, dafür aber Altbekanntes aus dem Eno-Lanois Baukasten in gewohnt gut gemachter Manier. Warum auch nicht? Dass sämtliche der beteiligten Herren in Jahren intensiver Arbeit mittlerweile Kultstatus erreicht haben und gar nicht anders können als sich zuweilen selbst zu zitieren, kann man ihnen unmöglich ankreiden. Außerdem erzählen Menschen mit zunehmendem Alter Dinge gerne oft doppelt, ohne es zu merken. (Und wenn doch, dann ist es ihnen meistens auch egal.) Das geht völlig in Ordnung solange dabei Songs herauskommen wie “Magnificent“, in dem gekonnt die 70er Jahre in Form des Gitarren-Synthesizer-Riffs aus “Speed Of Life“ von David Bowies Album Low anklingen, ohne als Imitation zu wirken. Fazit: Vergliche man No Line Behind The Horizon mit einer Tüte hochwertigsten Orangensafts, dürfte das Album folgenden Aufdruck in leicht abgewandelter Form völlig zu Recht tragen: “100% U2.
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Konzertdaten - Tourdaten U2 360°
Juni:
30. Juni: Barcelona, Camp Nou

Juli:
07. Juli Mailand, San Siro
11. Juli Paris, Stade De France
15. Juli Nizza, Parc des Sports Charles Ehrmann
18. Juli Berlin, Olympia Stadion
20. Juli Amsterdam, Amsteram Arena Amsterdam
24. Juli Dublin, Croke Park
31. Juli Göteborg, Ullevi Stadium

August:
03 August Gelsenkirchen, Veltins-Arena
06 August Chorzow, Slaski Stadium
10 August Zagreb, Stadium Maksimir
14. August London, Wembley Stadium London
18. August Glasgow, Hampden Park
20. August Sheffield, Don Valley Stadium
22. August Cardiff, Millenium Stadium

Vorverkauf ab 27.03.2009

 
 
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